Saarlouis analysiert seine Sportlandschaft

In der Zukunft wird man im Sportbereich mit veränderten Bedingungen und Herausforderungen zu tun haben. Um rechtzeitig reagieren zu können, hat die Stadt Saarlouis jetzt eine Sportentwicklungsplanung in Auftrag gegeben. Die demografische Entwicklung, ein neues Bewegungsverhalten in der Bevölkerung und damit verbunden, eine veränderte Sportnachfrage, sowie die begrenzten finanziellen Mittel werden die Sportlandschaft in Zukunft vor neue Herausforderungen stellen. Es geht darum, Sportstätten optimal und bedarfsgerecht zu nutzen und die Kräfte zu bündeln. Daher hat der Stadtrat bereits im vergangenen Jahr beschlossen, dass eine Bedarfsanalyse durchgeführt werden soll. Das Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung aus Stuttgart hat den Auftrag erhalten, eine Sportentwicklungsplanung zu erstellen.

Bedarfsanalyse

Bedarfsanalysen 

„Ich freue mich, dass wir als erste Kommune im Saarland eine Sportentwicklungsplanung auf den Weg bringen“, sagte Roland Henz in einem Pressegespräch. Im Saarlouiser Rathaus stellte er gemeinsam mit Bürgermeister Klaus Pecina und Dr. Stefan Eckl vom Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung die Motivation und die weiteren Schritte vor. Mit dabei waren auch Werner Hiery, Präsident Stadtverband für Sport sowie Harry Berwanger und Alexander Guß vom städtischen Amt für Familien, Soziales, Schulen und Sport. „Wir haben derzeit 80 Sportvereine und 40 verschiedene Sparten und es kommen immer neue Sportarten hinzu “, sagte Klaus Pecina. Im Rahmen der Studie wird zunächst eine Bedarfsanalyse durchgeführt. Hierbei wird erstmals die Bevölkerung eingebunden. 2800 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger erhalten einen Fragenbogen, dessen Auswertung ohne Namen erfolgt. Hier wird um Angaben über ihre sportlichen Aktivitäten sowie um eine Meinung über die vorhandenen Angebote und Sportstätten sowie Verbesserungsvorschläge gebeten. Daneben werden die Sportvereine unter anderem zu ihrer Mitgliederstruktur, ihrer Mitgliederentwicklung, ihren Angeboten und Kooperationen befragt. Bei den Kindertagesstätten und Schulen erfolgt eine Bedarfsermittlung hinsichtlich ihrer Bewegungsangebote sowie dem Bedarf an Sportanlagen und Räumen.  Die Befragung wird bis zu den Sommerferien abgeschlossen sein. Das Ergebnis soll Aufschluss über das Sportverhalten der Bevölkerung, die Bedürfnisse und Kooperationen, aber auch über den derzeitigen Zustand und die künftige Entwicklung in den Vereinen geben. In einem weiteren Schritt wird man offen über die Zukunft diskutieren, sei es über die Bildung von Netzwerken, neue Perspektiven oder die Frage der Sportförderung. 

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